Simpson 1201 · 1989 professionell von der Werft Henze, Deutschland, gebaut
Ein Katamaran aus Holz und Epoxid, der seit fast neun Jahren das Zuhause unserer sechsköpfigen Familie ist und uns 20.000 Seemeilen von Griechenland nach Französisch-Polynesien getragen hat.
Zoë ist ein Simpson 1201, 1989 von der renommierten Werft Henze in Deutschland gebaut, die noch heute Boote baut. Sie ist in Holz und Epoxid gebaut, mit Rümpfen in Zedern-Streifenbauweise und einem Sperrholzdeck: leicht, stark und wunderbar leise in Fahrt. Außen ist sie rundherum mit Glas belegt. Das macht sie stabiler, und die Elastizität des in Epoxid laminierten Glases nimmt das natürliche Arbeiten des Holzes auf.
Seit fast neun Jahren ist sie das Zuhause unserer sechsköpfigen Familie. Sie ist ein zuverlässiges, starkes und schnelles Boot, auch alleine leicht zu segeln und gutmütig auf langer Passage. Ihre schlanken Rümpfe gleiten durchs Wasser und lassen die Meilen mühelos vergehen.
Wir halten sie ununterbrochen im allerbesten Zustand, pflegen und verbessern sie fachgerecht, ohne Pause.
Sie ist das Boot, das unseren Kindern das Meer beigebracht hat.
Zwanzigtausend Seemeilen unter dem Kiel, und am Ende wartete das schönste Segelrevier, das wir je gefunden haben.
Wir haben Zoë von Griechenland über den Atlantik, durch die Karibik, die Bahamas, nach Honduras und Guatemala bis zu den San Blas und weiter über den Pazifik bis nach Französisch-Polynesien gesegelt.
Französisch-Polynesien ist für uns das beste Segelrevier der Welt, und Freunde, die überall gesegelt sind, sagen dasselbe. Wir lieben es mehr als Europa, mehr als die Kleinen Antillen, mehr als die San Blas, sogar mehr als die Bahamas. Hier ist die Reise angekommen.
Zoë ist, wie man uns immer wieder sagt, eine echte Schönheit - schlanke Linien, reines Weiß und lasergeschnittene Fenstereinfassungen aus Edelstahl. Nichts davon ist Zufall. Das reine Weiß ist Absicht und senkt ihre Oberflächentemperatur unter tropischer Sonne spürbar.
Die Fenstereinfassungen aus Edelstahl sind nicht nur schön; sie schützen die Verklebung, und es hat einige Anläufe gebraucht, bis die Fenstereinbettung genau richtig saß. Wir haben versucht, alles hübsch zu machen, doch auf Zoë folgt die Form stets der Funktion.
Wir würden sie unendlich gern behalten. Sie ist zuverlässig, stark und schnell und hat uns nie im Stich gelassen. Doch unsere vier Kinder wachsen schnell, und Zoë ist uns mit ihren wunderbar schlanken Rümpfen einfach zu klein geworden. Und durch Zufall haben wir in Tahiti einen größeren, aber ebenso alten und damit solide gebauten Katamaran gefunden.
Bis Anfang September haben wir zu sechst an Bord von Zoë gelebt, und alles auf dieser Seite war bis zu unserem Auszug täglich in Gebrauch. Von größeren Mängeln, die auf den nächsten Eigner warten, wissen wir nichts.
Zoë ist bereit für die Ozeane. Sie könnten morgen an Bord gehen und mit ihr nach Neuseeland segeln, oder wohin Sie möchten.
Solarpaneele, die auf jedem Kurs Ertrag bringen, zusammen mit einem zuverlässigen Wassermacher, lassen Zoë so lange draußen bleiben, wie man möchte. Die Webasto-Propangasheizung hält sie auch weit südlich der Tropen behaglich.
Wir haben Jahre in Werften rund um die Welt verbracht, um Zoë auf echten Blauwasserstandard zu bringen.
Unsere längste Werftzeit hatten wir während der Corona-Zeit in Südspanien. Dort trugen wir das gesamte Deck und das Cockpit ab und verlegten rund 250 m² neues Glasgewebe. Die Fußreling aus Aluminium war korrodiert, also haben wir sie rundum erneuert, ebenfalls eine große Arbeit. Außerdem haben wir ein Hardtop und eine neue Plattform am Heck gebaut und den Wassermacher, die Lithiumbatterien und die ersten 800 W Solar eingebaut. Die Trampoline stammen ebenfalls aus dieser Werftzeit, schwarzes Netz, damit das Wasser durchscheint.
In Saint-Martin haben wir Zoë an Land heben lassen, um die Rümpfe zu spachteln und zu glätten und das Antifouling zu erneuern, und haben Heckverlängerungen für bequemes Anbordkommen und Schwimmen gebaut. Und dank der längeren Wasserlinie wurde Zoë dadurch noch schneller.
In Guatemala haben wir beide Ruder von Grund auf neu gebaut, nachdem wir Lochfraßkorrosion an den Ruderschäften aus Edelstahl entdeckt hatten. Für die neuen Schäfte verwendeten wir den besten Duplex-Edelstahl, den wir aus den USA beschaffen konnten: Aquamet 22, damit die Schäfte hoffentlich für immer halten. Wir haben den Mastfuß aus massivem Teak neu aufgebaut und den Mast längsseits einer Schute im Río Dulce wieder gestellt. Die Motorbedienung haben wir erneuert. Die gesamte hydraulische Steueranlage haben wir überholt.
Auf der Passage vom Río Dulce zu den San Blas trafen wir einen treibenden Baumstamm. Der Schaden am Steuerbordbug war gering, ein gutes Zeichen für ihre solide Bauweise. In der Linton Bay Marina in Panama haben wir Zoë rasch aus dem Wasser holen lassen und den Bug repariert und neu gespachtelt. Solange sie an Land war, bauten wir einen Kielkühler für den Gefrierschrank ein.
All diese Arbeiten führen wir selbst aus, fachgerecht und gründlich. Das dauert länger, aber das Ergebnis lohnt sich, und nichts davon ist bloße Kosmetik. Alles wurde gemacht, um zur See zu fahren, und vieles wurde gleich auf der Pazifiküberquerung erprobt.
2026 lag Zoë ein letztes Mal an Land, auf der Werft in Raiatea, während wir Freunde und Familie besuchten. Ende August kamen wir zurück, um das frische Antifouling aufzutragen. Zu reparieren war nichts, nur neue äußere Saildrive-Gummis, und dann segelten wir zurück nach Tahiti, hoch am Wind, in einer Kreuzsee: knapp 3 m Schwell aus Süden, steile Windsee aus Osten. Sie hielt 7 Knoten bei 35 Grad zum scheinbaren Wind von 20 Knoten. Unter der Wasserlinie geht sie frisch gestrichen an ihren nächsten Eigner über.





























Ansicht von oben, die Bugspitzen oben und Backbord links. Insgesamt 12,8 m lang und 6,4 m breit. Der Plan beruht auf einer alten Zeichnung aus Papierausschnitten, die Maße sind ungefähr.
Alle Fotos in diesem Abschnitt haben wir im Oktober 2026 gemacht, und sie zeigen Zoë ehrlich so, wie sie heute ist. Pantry und Salon haben wir gestrichen und viel Holz lackiert. Die Renovierung abzuschließen, ist Aufgabe des neuen Eigners. Die Polster im Innenraum sind in die Jahre gekommen und sollten ersetzt werden; die Cockpitpolster sind in gutem Zustand.


























































Alles an Bord, vollständig aufgelistet. Die Jahreszahlen zeigen, wann Ausrüstung zuletzt erneuert oder ergänzt wurde.
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Dieser Preis ist eigentlich ein Witz für ein so gutes Boot. Zoë ist ein stärkeres, schnelleres und weit besser gebautes Boot als ein Serienkatamaran gleicher Größe. Und deutlich langlebiger - eine 2020er Lagoon wird vermutlich keine 37 Jahre lang die Weltmeere befahren.
Aber uns läuft die Zeit davon, denn wir wollen zurück in die Tuamotus. Zoë in Tahiti an einer Boje zu lassen, kommt für uns nicht infrage, dazu haben wir sie zu sehr lieb. Also bieten wir sie nun zu dem Preis an, den wir vor knapp neun Jahren bezahlt haben. Inflationsbereinigt und mit den rund 100.000 € an Verbesserungen, die wir in sie investiert haben, liegt ihr Wert bei etwa 250.000 €.
Sie liegt in Tahiti, Französisch-Polynesien, und kann nach Absprache besichtigt werden. Für die vollständige Historie, weitere Fotos oder ein Gespräch freuen wir uns über Ihre Nachricht.
Anfrage zu ZoëKontakt über zoe-catamaran.punkrats.com